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| Geschrieben von: Administrator |
LKW Überfälle häufen sich
Eine Studie der International Road Transport (IRU) zeigt, das jeder sechste Fahrer in der EU während der letzten fünf Jahre Opfer eines Überfalls geworden ist. 30 Prozent dieser Fahrer sogar mehr als einmal. Besonders betroffen sind die Fahrer in westeuropäischen Ländern mit hohem Transportaufkommen wie Frankreich, Italien, Spanien und auch Belgien. Dabei gehen die Kriminellen längst nicht mehr planlos vor, sondern sind zunehmend organisiert, vernetzt und informiert. Teilweise beobachten sie die LKWs sogar schon beim beladen oder haben an wichtigen Stellen in den Fabriken und Verladestationen ihre Spione sitzen. In Deutschland entwickelt sich - neben dem Ruhrgebiet - die Autobahn A2 (unter Kollegen auch "Warschauer Allee" genannt), zu einem Tatort für LKW Überfälle. Als eine der meist befahrenen Ost-West-Trassen stehen hier nachts überreichlich LKWs mit attraktiver Ladung. Laut LKA (Landeskriminalamt) Niedersachsen, stammen ein Großteil der Banden, die dort ihr Unwesen treiben, aus osteuropäischen Ländern. Tatzeitpunkt ist meist deutlich nach Mitternacht, besonders betroffen sind schlecht ausgeleuchtete Parkplätze. Aber es treten auch andere Handlungsmuster in der Vorgehensweise auf; so leiten schon mal falsche BAG-Mitarbeiter LKW auf Parkplätze um sie dort zu leeren. Nicht immer geht es nur stillschweigend um Ladungsdiebstahl, die Täter werfen auch Fahrer und Ortungsgeräte meist brutal aus dem Fahrzeug und fahren mit dem gesamten LKW davon. Die Gefahr besteht grundsätzlich meist immer wenn ein Fahrzeug steht, obwohl es auch vereinzelte Beispiele von Diebstählen während der Fahrt gab⁄gibt. 60% einer Studie der von IRU erfassten Überfälle fanden im Stillstand statt, an Tankstellen, Rastplätzen/-höfen und Zollstationen. Um es den Tätern zu erschweren ist es daher erforderlich den LKW und den Auflieger immer sorgfältig zu sichern und nach Möglichkeit nur kurze Zeit unbeaufsichtigt zu lassen. Das allerhöchste Überfallpotential liegt in den o. bereits erwähnten, dunklen, schlecht beleuchteten und abseits gelegenen Parkplätzen. Jeder dritte Überfall ist zumal mit einem Einbruch in das Führerhaus verbunden, mit einfachen Mitteln (z.B. Zentralverriegelung) nicht zu verhindern ist. Der oft um die Türgriffe gewickelte Spanngurt ist nur ein kleiner, erster Schutz; wer wirklich an der Türe reißt, bekommt diese auf, nur die Türinnenverkleidung baumelt dann eben in der Kabine herum. Besser sind schon solide Schellen, die in der Kabine verankert, die Türe ausgesprochen sicher blockieren. Oftmals verzichten die Kriminellen jedoch auf pysiche Gewalt und leiten Gase in die Kabine ein um einen Fahrer zu betäuben. Auch bei geschlossenen Fenstern und Türen gibt es noch reichlich "Löcher" und Möglichkeiten, über Schläuche und Kanülen entsprechende Gase einzuleiten. Hier können allerdings schon Gaswarner in den unterschiedlichsten Ausführungen ab 50,-- Euro in Camping Geschäften erworben werden, welche mittels Sirene einen akustischen Alarm schlagen. Kommt es tatsächlich zu einem Überfall, rät die Kriminalpolizei, hier nicht den Helden zu spielen sondern Ruhe und Besonnenheit zu wahren. Weitere wichtige Infos und Hilfe zum Thema |



