Gleiche Vorgaben bei Kontrollen?

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Gleiche Vorgaben bei Kontrollen?

Beitragvon MicDaf13 » So 15. Nov 2015, 06:15

Selbst erlebt!
An einem Freitag habe ich bei einer dänischen Windanlagenfirma ein 16 to Getriebe sowie jeweils davor und dahinter ein 1 to Getriebe geladen.
Somit Gesamtgewicht der Ladung 18 to, bei einem möglichen Ladungsgewicht von 24 to.
Soweit, so gut.
Nach der Beladung wurde die Ladungssicherung von einer extra dafür geschulten Person mit Entscheidungsvollmacht der Windanlagenfirma kontrolliert.

(Wer dort schon einmal geladen hat weiß, das man nicht aus dem Werk herauskommt wenn die Ladung nicht ordentlich nach Maßgabe des Versenders gesichert ist).
Nachdem alles in Ordnung war, konnte ich endlich nach Hause fahren, es war ja schließlich Freitag.
An der „kleinen“ Grenze DK-D wurde ich natürlich prompt von de Polizei „herausgezogen“.
„Na, was haben wir den heute anzubieten……“ war die freundliche Frage des kontrollierenden Polizeibeamten zu Beginn.
Ich zeigte ihm die Ladepapiere (CMR) worauf er mich bat die Ladefläche (Hintertür) zu öffnen.
Nachdem dies geschehen war stieg der Polizist auf die Ladefläche um die Ladung zu kontrollieren.
Er stellte fest, das alles „hervorragend“ mit der entsprechenden Anzahl an Schwerlastgurten („na toll, die sind sogar neu…“) gesichert war.
Die Kontrolle war damit beendet, ich bekam außer dem Wunsch für ein schönes Wochenende auch ein Kontrollblatt.
Am darauffolgendem Sonntag fuhr ich dann mit Sonntagsfahrgenehmigung Richtung Süden und wurde prompt an der ersten Raststätte hinter Hamburg durch eine Autobahn Polizeistreife herausgeholt
(Leuchtreklame: „Bitte folgen“).
Kein Problem dachte ich mir, war ja vorgestern noch alles in Ordnung.
Nachdem die üblichen Papiere vorgezeigt wurden, bat mich der junge Polizeibeamte die hintere Türe zu öffnen um die Ladung anzuschauen.
Dies geschah, der Polizist begab sich auf die Ladefläche und zog sofort einen Taschenrechner.
Das Ergebnis: „…Die Ladung ist nicht genügend gesichert, sie müssen nachgurten…..“ war die Feststellung.
Mein Hinweis auf die bereits durchgeführte Kontrolle am Freitag und Vorlage der Kontrollbescheinigung wurde ignoriert.
So begann ich also nach Maßgabe des Kontrollbeamten über das hintere 1 to Getriebe nochmals zwei Schwerlastgurte a 5000 Nm zu befestigen.
(Nur das hintere, das gleiche vordere 1 to Getriebe wurde nicht beanstandet, war dies „vielleicht übersehen“ worden?)
Nachdem alles nach Vorgabe des Polizisten fertiggestellt war fragte ich, ob das jetzt vielleicht auch noch was kosten soll.
Der junge Polizist beriet sich daraufhin ein wenig abseits mit seiner jungen Kollegin.

Nach der „Besprechung“ kam er zu mir zurück und äußerte dass es in diesem Fall bei einer mündlichen Verwarnung blieb und ich in Zukunft besser auf meine Ladungssicherung achten soll.
Ich bedankte mich (mit einem Blutdruck von 200 zu 150 im Kopf) und konnte meine Fahrt dann fortsetzten da ich durch die Kontrolle meine 3/4 Std. Pflichtpause erfüllt hatte.
Fazit:
Pass auf wenn Du durch mehrere Bundesländer fahren muss, es kann passieren das ich einem Bundesland alles in Ordnung sein, im nächsten zahlst Du weil dort die Vorstellungen (Gesetzte?) anders sind .
Ich wünsche allen Kollegen eine unfallfreie Woche und gutes heimkommen.

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